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Art. 3-01 "Hinterhof-Waschhaus"

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Art. 5-52 "Hinterhof-Kohlenhandlung"

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Art. 1-134 "Stadtmauerstraße 11"

Art. 1-135 "Handwerkerhäuser"

 

 

Welche Farben verwenden?

Lesen Sie auch die Bau- und Bemaltipps!

 

 

Die nachfolgenden Ratschläge beziehen sich auf die Verwendung von PINSELN. Airbrush und Pigmentfarben erfordern andere Kriterien und werden nicht berücksichtigt, weil sie von mir nur sehr selten (Pigmente) oder garnicht (Airbrush) eingesetzt werden.

 

Immer wieder werde ich gefragt, welche Farben ich für dieses oder jenes Modell benutzt habe. Ich muss dann stets passen, denn ich benutze eine sehr große Anzahl Farben verschiedener Hersteller und kann mich nur selten erinnern, welche Farben zum Einsatz kamen. Hinzu kommt noch, dass ich sehr gerne Farbtöne selbst anmische. Deshalb möchte ich hier eine Aufzählung der von mir am häufigsten eingesetzten Fabrikate machen und deren Vor- und Nachteile benennen. Es sei nachdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich hier nur um meine persönlichen Vorlieben handelt! Wenn ein Leser andere Erfahrungen gemacht hat und eventuell gerade die Produkte bevorzugt die mir persönlich nicht liegen, ist das natürlich vollkommen in Ordnung.

 

Ich beginne mit den wohl beliebtesten Fabrikaten:

 

REVELL EMAIL COLOR

Diese Farben sind sehr gut deckend und lassen sich hervorragend verarbeiten. Damit meine ich, die Farbe fließt sehr gut vom Pinsel und kann gut dosiert werden (nachfolgend verkürzt "Verarbeitung" genannt). Der Nachteil ist der penetrante und vermutlich nicht gerade gesundheitsfördernde Geruch. Ich verwende sie häufig als Grundanstrich bei Dächern oder der Nachbildung von Holz, weil sie sehr gut haften und von den nachfolgenden Lasuren nicht angelöst werden. Sie trocknen zuverlässig matt auf. Gute Belüftung und/oder eine leistungsfähige Atemschutzmaske (keine „Coronamaske“, die bringt hier nichts) sind empfehlenswert. Verfügbar sind größtenteils leider nur dunkle und gedeckte Farbtöne, die speziell für Militärmodellbauer abgestimmt wurden. Empfehlenswert.

 

REVELL AQUA COLOR

Auch sie verwende ich häufig, weil sie mit Wasser verdünnt wesentlich weniger stinken. Mit Spiritus verdünnt sind sie sehr gute Lasurfarben. Hier ist darauf zu achten, dass die Untergrundfarbe spiritusresistent ist. Die Deckkraft ist nicht so gut wie die der Email Farben, auch die Verarbeitung ist nicht so hervorragend, aber brauchbar. Sie sind in den selben Farbtönen wie die oben genannten Email Farben erhältlich. Empfehlenswert.

 

HUMBROL ENAMEL

Diese Farben sind den Revell Emailfarben sehr ähnlich und lassen sich mit ihnen mischen. Sie sind in sehr vielen Farbtönen erhältlich und wären eine gute Ergänzung zu den Farben von Revell. Leider ist ihre Qualität sehr schwankend. Ich hatte mir einmal eine Dose zum Ausprobieren zugelegt und war zufrieden, die Eigenschaften waren die gleichen wie bei Revell. Von den nachbestellten 25 Farbdöschen musste ich dann 22 wegwerfen. Nach dem Trocknen war die Farbschicht niemals matt, von Seidenmatt bis Hochglanz war alles dabei. Ein echtes No-go, Farben müssen beim Bemalen von Gebäuden und Figuren abgesehen von Ausnahmen IMMER stumpfmatt auftrocknen! Auch die Deckkraft war oft unterirdisch schlecht. Ich weiß nicht, ob es einfach nur Pech war dass ich solche Farben erwischt habe, aber seit dem lasse ich die Finger davon. Nicht empfehlenswert.

 

VALLEJO

Um die Vallejo Farben aus Spanien ist in den letzten Jahren ein echter Hype entstanden, sie sind fast schon legendär und werden von vielen Profis empfohlen. Deshalb hatte ich mich auch hier hinreisen lassen und auf einer Messe einen ganzen Sack voll zum günstigen Messepreis erstanden. Und bin prompt wieder reingefallen. Verarbeitung und Deckkraft ist ok, wenn auch nicht so gut wie bei Revell oder Tamiya (siehe unten). Sie sind in unzähligen Farbtönen erhältlich. ABER: auch sie werden nicht vollkommen matt! Ein leichter Glanz bleibt bestehen. Militärmodellbauer beheben das mit einer finalen Deckschicht aus farblosen Mattlack. Das ist bei einem Panzer vielleicht kein Problem, wird bei einem Haus mit seinen Fensterscheiben oder bei kleinen Figuren aber sehr lästig. Und es ist ein weiterer Arbeitsschritt der auch wieder Zeit und Geld kostet. Das tue ich mir nicht an, deshalb: Nicht empfehlenswert.

 

SCALE COLOR

Ebenfalls aus Spanien. In Verarbeitung und Farbauswahl mit Vallejo weitgehend identisch, akzeptable Deckkraft bei dunklen Farben, bei hellen Farben eher mäßig.  ABER: sie trocknen absolut stumpfmatt! Deshalb: Bedingt empfehlenswert. Ich verwende sie recht gerne als Lasurfarbe auf Wasserbasis (hierfür: sehr empfehlenswert).

 

TAMIYA ACRYLIC PAINT

Können wie die Aqua Colors von Revell sowohl mit Wasser als auch mit Spiritus verdünnt werden und sind deshalb sehr gut für Lasuren geeignet. Große Farbtonauswahl, hervorragende Deckkraft, bestens zu verarbeiten, immer stumpfmatt. Einziger Nachteil: auch sie stinken, wenn auch bei weiten nicht so penetrant wie Email Farben. Trotzdem sind sie das Non-plus-ultra der Modellbaufarben. Sehr Empfehlenswert.

 

ACRYLFARBEN AUS DEM HOBBYBEREICH

Gibt es von unzähligen Herstellern. Aus gutem Hause (z.B. Plaka, Kreul, Rico) eine Alternative, weil weitgehend geruchlos. Akzeptabel zu verarbeiten, meist gute Deckkraft, immer matt. Empfehlenswert.

 

ABTÖNFARBEN

Gute bis sehr gute Deckkraft, sehr gut zu verarbeiten, immer stumpfmatt, stinken nicht, auf den Liter umgerechnet unschlagbar günstiger Preis, haften auch ohne Grundierung gut auf Resin mit der Einschränkung solange sie nicht mechanisch beansprucht werden (das gilt für alle Acrylfarben), z.B. bei entsprechenden Arbeitstechniken wie das satte Einpinseln von Dachflächen und anschließenden Abwischen, sind als Grundanstrich IMMER Email-Farben die erste Wahl. Spiritusresistent wenn ganz durchgetrocknet.

Einziger Nachteil: die Farbtonauswahl ist sehr beschränkt. Sie lassen sich aber gut untereinander mischen. In kleine luftdichte Gläschen abgefüllt kann man sich so eine ansehnliche Farbpalette zulegen. Für große und mittelgroße Flächen unter oben genannter Einschränkung: sehr Empfehlenswert. Lediglich bei sehr kleinen Details (Figuren) bevorzuge ich wegen der feineren Pigmentierung andere Farben.

 

ÖL- UND KÜNSTLERAQUARELLFARBEN

Gleiche Eigenschaften und Einschränkungen wie Vallejo. Ölfarben stinken. Nicht empfehlenswert.

 

MALKASTEN

Ja, auch den guten alten Schulmalkasten kann man verwenden! Allerdings nur für das Patinieren von Fassaden . Siehe hierzu den entsprechenden Abschnitt „Putz- und Fachwerk“ in den „Bau- und Bemaltipps“. Hierfür hervorragend geeignet. Ansonsten nicht empfehlenswert, weil kaum Deckkraft und immer wasserlöslich.

 

FAZIT

Für den Anfänger oder Wiedereinsteiger empfehle ich folgende Farben als Grundausstattung:

REVELL EMAIL COLOR

Nr. 85 (neue Nummer ist 32185) als Grundanstrich für Dächer und Ziegelwände.

Nr. 5 (32105), 75 (32175) und 89 (32189) für Resinteile die Holzwände nachbilden (z.B. Art. 1-1017 Feldscheune)

 

ABTÖNFARBEN

Je eine Tube Schwarz, Weiß und Braun.

Weiß als Grundanstrich für Putzmauern. Schwarz mit einem Schuss Weiß und Braun zum Patinieren von Dächern und Ziegelmauerwerk.

Das Fabrikat ist unwichtig, meiner Erfahrung nach sind hier kaum Unterschiede vorhanden. Für das Bemalen von Kleinteilen lohnt sich die Anschaffung weger der riesigen Gebinde (meistens 500ml) meiner Meinung nach nicht. Wer sie sowieso schon hat (Wohnungsrenovierung) kann aber auch die anderen Farbtöne verwenden.

 

Eine Dose (Tube, Glas, etc.) hochglänzende SCHWARZE Acrylfarbe, Hersteller ist egal. Sie wird nur in kleinen Mengen zum Ausmalen von Fensterscheiben bei den Dachgauben von einigen Bausätzen benötigt.

 

Ein SCHULMALKASTEN in guter Qualität.

Hier wird nur die schwarze, grüne und beige Farbe zum Patinieren von Putzflächen benötigt.

 

Für alle anderen Arbeiten empfehle ich eine möglichst große Auswahl matte (!) TAMIYA ACRYLIC PAINT Farben.

 

Zum Verdünnen genügt außer Leitungswasser eine Büchse Feuerzeugbenzin (für Emailfarben) und eine Flasche Brennspiritus für die Tamiya Farben.

 

Mit dieser Grundausstattung können Sie wirklich ALLE Modelle aus Resin oder Plastikspritzguss bemalen. Natürlich besteht kein Grund eventuell bereits vorhandene Farben auszumustern, wenn Sie bisher mit diesen Farben gut zurecht gekommen sind.

 

Viel Spass beim Basteln wünscht

Martin Müller

 

 

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