Hier entsteht die offizielle Vorführanlage von                   MÜLLERS-BRUCHBUDEN

An Stelle eines Vorworts wende ich mich speziell an die Leser die bemängelt haben dass der Baubericht von Hanullingen (frühere Bezeichnung: „Meine Anlage“) so langatmig ist dass die eigentlich interessanten Informationen was den Bau der Gebäude oder das Gestalten der Landschaft betrifft fast untergehen in ellenlangen philosophischen Ergüssen oder heimatkundlichen Erläuterungen ohne Punkt und Komma die zwar durchaus zum besseren Verständnis der hinter dem Anlagenkonzept stehenden Idee beitragen aber trotzdem wohl nur die wenigsten Leser interessieren. Ich gelobe Besserung, und obiger Schachtelsatz wird in diesem Baubericht der einzige bleiben. Versprochen! 

 

Anlagenkonzept
Im Gegensatz zu meiner oben erwähnten privaten Anlage die mehr ein befahrbares Diorama ist, soll diesmal eine richtige „Rangieranlage“ entstehen: von einem (gedachten) größeren Bahnhof zweigt eine Industriebahn ab, die in mehrern privaten Anschlüssen endet. Es wird dieses mal auch kein superdetailliertes Diorama, sondern eine Low-Tech Anlage bei der der Fahrspass im Mittelpunkt steht. Als Gleismaterial habe ich das von Piko gewählt, weil es einen guten Kompromiss zwischen günstigen Preis und akzeptabler Optik bietet. Zwar sind die Weichen nach heutigen Maßstab nicht superschlank und das Profil ist mit 2,5mm recht hoch, aber vom optischen Eindruck her immer noch um Längen besser als die 15° Weichen fast aller anderen Hersteller. Beides fällt in einem Werksanschluss nicht weiter auf, ich habe da schon Weichen gesehen die von einer Straßenbahn kommen könnten.

Auch das hohe Profil ist unter Asphalt bzw. Kopfsteinpflaster kaum zu erkennen. Aber die Piko Weichen bieten noch weitere Vorteile: sie können von Hand gestellt werden, sie sind auch ohne Herzstückpolarisierung problemlos befahrbar und der Strom fließt über die Weichenzungen zuverlässig immer in die richtige Richtung. Gerade letzteres war mir wichtig, ich hasse Kabelsalat. Hier genügt an einem beliebigen Gleisende jeweils ein Plus- und Minusanschluss, die beiden Kabel an den Trafo geklemmt, und fertig. Zur Sicherheit werde ich noch 2-3 weitere Stromzuführungen anlöten, im Probebetrieb hat es aber auch mit nur einer geklappt. Abschaltbare Gleise benötige ich nicht, es ist sowieso immer nur eine Lok unterwegs. Der Gleisplan entspricht im Prinzip dem berühmten „Timesaver“ von John Allen, er wurde lediglich um ein Gleis erweitert.

Die auf den Bildern unten zu sehende Hintergrundkulisse ist nur provisorisch und wird später ersetzt.

Das Thema ist nicht regional gebunden, was auch wenig Sinn machen würde da Industrie- und Gewerbebauten von Ausnahmen abgesehen überall in Deutschland weitgehend gleich aussehen. Die Ausstattung mit Gebäuden und Details wird im Stil der Zeit um 1935 erfolgen und relativ „epochenneutral“ gehalten, damit Epoche II und III Rollmaterial eingesetzt werden kann. Allerdings nicht gleichzeitig, sondern jeweils immer eine entsprechend zusammengestellte Garnitur. Auch hier ist der Aufwand überschaubar, mehr als 10-12 Wagen und eine Lok werden nie gleichzeitig eingesetzt. Die Gebäudemodelle werden größtenteils aus eigener Produktion kommen (Müllers-Bruchbuden), und zwar soweit wie möglich „out of the box“, komplizierte Eigen- oder Umbauten wie bei Hanulingen sind nicht vorgesehen. Auch das restliche Material ist weitgehend „von der Stange“, und zwar aus folgendem Grund: in einem Buch das ich einmal gelesen habe, hat ein Manager den Anspruch immer 100% perfekt sein zu wollen in Frage gestellt. Er behauptet, dass bei einem beliebigen Projekt immer die ersten 80% der Arbeit 20% der Zeit beanspruchen, während die restlichen 20% der Arbeit 80% der Zeit verschlingen. Eine Erfahrung, die ich durchaus bestätigen kann. Deshalb wird es auf dieser Anlage auch keine Gimmicks wie drehbare beleuchtete Weichenlaternen und farblich einzeln abgesetzte Ziegelsteine geben. Ich werde mir aber Mühe geben, dass der optische Eindruck trotzdem überzeugt!

 

Momentan ruhen die Arbeiten an der Anlage. Ich arbeite an einem Spur-0 Diorama, damit ich auf Messen und Ausstellungen nicht immer mit dem schon hinreichend bekannten Hinterhof-Diorama auftreten muss. Das Spur-0 Diorama wird nach Fertigstellung selbstverständlich ebenfalls hier vorgestellt.

 

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