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BAUSÄTZE N

Art. 3-01 "Hinterhof-Waschhaus"

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Art. 5-52 "Hinterhof-Kohlenhandlung"

BAUSÄTZE H0

Art. 1-134 "Stadtmauerstraße 11"

Art. 1-135 "Handwerkerhäuser"

 

 

Schauerberg

Sinnbefreit aber schön!

So schön die Vorgängeranlage „Bad Spenzer“ auch gestaltet war, richtig zufrieden war ich nicht. Das Konzept mit Schattenbahnhof und Paradestrecke war durchaus nach meinem Geschmack, aber die Ausführung war immer noch zu kompliziert. Die Fahrstrecke im sichtbaren Bereich war im Verhältnis zu den langen An- und Abstiegswegen in den Gleiswendeln einfach zu gering. Züge müssen nicht durch Wendeln krauchen, sondern durch die Landschaft rauschen. Ich habe der neuen Anlage deshalb etwas mehr Platz gegönnt: 450cm x 180cm, nicht als Fläche gestaltet, sondern 60cm tief im Kreis und innen nochmal 60cm für mich. Vorne die Landschaft und hinten der Schattenbahnhof mit Stadt drüber. Für etwas mehr Abwechslung dieses mal als zweigleisige Hauptstrecke. So hatte ich es mir in meinem Kopf schon seit längeren zurecht gelegt. Völlig sinnbefreit, ohne Bahnhof und sonstige Rangiermöglichkeit, einfach nur Strecke. Später kam ich auf die Idee, dem ganzen mit einer eingleisigen Nebenbahn noch eins drauf zu setzen. Natürlich auch hier Strecke pur und immer schön parallel zur Hauptbahn, was ja platzbedingt auch nicht anders geht. Als optische Trennung habe ich sie lediglich 7cm höher gelegt. Betriebsbahnern und Pufferküssern wird es sicher die Zehennägel hochrollen, aber was solls. Die Schattenbahnhöfe sind auf das nötigste reduziert, oben vier Gleise und unten für jede Richtung jeweils zwei. Miteinander verbunden sind sie nicht. Die Weichen und das Holz für den Unterbau konnten von Bad Spenzer recycled werden. Ein paar zusätzliche Code 100 Gleise in den Schattenbahnhöfen und 15 Weinert Flexgleise im sichtbaren Bereich sind bis jetzt die größten Investitionen. Noch anzuschaffen sind zwei weitere Trafos und Material für den Landschaftsbau. Die Stadt baue ich ganz zum Schluss, hier plane ich außer Bausätzen aus meinem Programm viele selbst gebaute Gebäude einzusetzen.

Am Anfang war das Chaos

Viel ist noch nicht zu sehen, aber die Schattenbahnhöfe und den Streckenverlauf kann man bereits erkennen. Wie bei mir üblich ist Styropor auch hier wieder das Material der Wahl.

Von Weiß über Braun zu Grün

Schicht für Schicht entsteht die Landschaft aus Styropor. Ein dünner Überzug aus Moltofill, nach dem Trocknen Braun gestrichen, bildet die Basis für die Begrünung. Die Grasfasern ("Sommer 6mm" von Grünig) wurden elektrostatisch aufgetragen. Abwechslung bringen feine grüne Schaumstoffflocken die mit dem Finger in das Gras einmassiert werden.

Steine und Wasser

Auch die Mauern konnten größtenteils von den abgebauten Anlagen Bad Spenzer und Hanullingen übernommen werden. Ergänzt wurden sie durch diverse Mauerplatten die ich noch im Bestand hatte. Steingrau grundiert und patiniert fallen die unterschiedlichen Mauerstrukturen der verschiedenen Hersteller kaum mehr auf. Ich würde sogar behaupten, dass es besser aussieht als wenn nur ein Fabrikat verwendet worden wäre.

Als Grundmaterial für die Felsen kommt wieder die bewährte Korkrinde aus dem Zoogeschäft zum Einsatz. Natürlich muss die Rinde noch passend zurecht gesägt werden. Die einzelnen Stücke habe ich mit der Heißklebepistole befestigt und die Lücken mit dunkel eingefärbten Moltofill verspachtelt. Große Spalten habe ich mit zerknüllten Küchentüchern unterfüttert, durch diesen Trick kann eine Menge Spachtelmasse eingespart werden. Nach dem Aushärten wurden die Spachtelstellen farblich den Rindestücken angepasst.

Auch beim Gleisschotter kann gespart werden. Aus dem Spielplatz-Sandkasten im Hof meines Wohnblocks habe ich einen Becher Sand entwendet. Er wurde in einer alten Pfanne angebraten um unerwünschte Mikroorganismen unschädlich zu machen und anschließend ausgesiebt. Die Farbe ähnelt der des Schotters, er unterscheidet sich eigentlich nur durch die sandtypisch abgerundeten Körner. Somit ist er eine ideale Basis für das Schotterbett. Auf dem mittleren Foto ist das vordere Gleis mit Sand vorgeschottert, beim hinteren Gleis wurde bereits der scharfkantige minitec Schotter aufgetragen. Der Rest ist Routine und muss hier nicht noch einmal beschrieben werden.

Die Schlucht mit den drei Brücken wollte ich von Anfang an unbedingt auf der Anlage haben. Mir schwebte ein mittelgroßer Fluss mit einer kleinen Fabrik vor, ähnlich wie die Mühle auf Hanullingen, nur etwas kleiner. Für die hintere Brücke kam nur ein massiver Steinviadukt in Frage um den Blick auf die Kulisse möglichst einzuschränken. Zwischen Brücke und Kulisse befinden sich ja nur wenige Zentimeter, ein harmonischer Übergang mit Grünzeug ist somit nur schwer möglich. Im Gegensatz dazu sollte die Brücke der zweigleisigen Hauptstrecke möglichst filigran sein um den Blick auf das Flusstal frei zu halten. Aufwändige Eigenbauten oder kostspielige Kleinserienprodukte wollte ich vermeiden. Die Wahl fiel auf den Viadukt von Auhagen und zwei Fischbauchbrücken von Faller. Letztere habe ich ja auch schon bei Gräfenstein verwendet. Die Länge dieser Brücken bestimmen die Breite des Flusstals, und das war einfach zu schmal um noch ein Fabrikgebäude samt Zufahrtstraße unterzubringen. Ich entschied mich deshalb für ein kleineres Flüsschen und eine etwas höher gelegene Landstraße. Die Oberfläche des Flüsschens habe ich aus einer MDF Platte ausgesägt. Zwei kleine Staustufen bieten etwas Abwechslung, die Ufer sind nur 5mm hoch. Das herabfließende Wasser habe ich aufgespachtelt. Unregelmäßig grünbraun grundiert, mit etwas weiß im Bereich der Rauschen sieht es schon sehr nach Fluss aus. Die tieferen Stellen sollten dunkler sein als die flachen Bereiche. Eine dicke Schicht farbloser Hochglanzlack und fertig ist der Fluss.

Hintergründiges

Ich kann immer nur wiederholen dass besonders bei schmalen Anlagen die Hintergrundkulisse eines der wichtigsten Gestaltungselemente ist. Einfach nur blauer Himmel oder eine lieblos aufgeklatschte 08/15 Kulisse wirken auf Fotos genauso verräterisch wie die immer gleichen Großseriengebäude. Ursprünglich wollte ich so vorgehen wie bei den Vorgängeranlagen: auf einen neutralen Hintergrund hatte ich ausgesuchte Teile von handelsüblichen Kulissen mit selbstgefertigten Teilen kombiniert. Die für Bad Spenzer verwendeten Kulissenteile hätten durchaus gepasst, aber nicht annähernd ausgereicht. Wie ich mich erinnern konnte, gab es die Kulisse mit der wunderschönen Burgruine Neideck in verschiedenen Größen. Ich hatte die Ruine in meiner Jugend des öfteren besucht und wollte sie unbedingt wieder als Hintergrund haben. Leider konnte ich mich nicht mehr an den Hersteller erinnern. Eine kurze Internetrecherche brachte Klarheit. Bei www.copydrive.de wurde ich fündig und ich bestellte die 6 Meter lange Ausführung. Beim Auspacken war die Überraschung dann groß. Die Kulisse ist nicht nur gestochen scharf (hier hatte ich wegen der bereits vorhandenen nur halb so großen Ausführung Bedenken), sondern auch angenehm matt. Außerdem ist sie nicht wie sonst üblich in mehrere Bögen aufgeteilt, sondern eine durchgehende Rolle. Es gab somit keinen Grund dieses Kunstwerk zu zerschneiden und aufwändig auf den bereits angebrachten himmelblauen Hintergrund aufzupappen. Also habe ich sie einfach so wie sie ist aufgetackert. Das einzige was stört sind die etwas zu gelben Wiesen und auch die Bäume sind einen Tick zu hell. Aber man kann eben nicht alles haben und ich kann die Kulisse uneingeschränkt empfehlen. Im Bereich der Brücken reicht sie naturgemäß nicht bis zum Boden, hier habe ich aus der alten Kulisse passende Stücke ausgeschnitten. Dort wo Modellbäume stehen sollen habe ich schwarzen Karton angebracht, dieser Trick steigert die Tiefenwirkung enorm.

Halbfertig

Der Vordere Anlagenteil ist fertig und die Anlage ist betriebsbereit. Eigentlich ist die Überschrift nicht ganz korrekt, im Prinzip ist die Anlage fertig. Alles was über den Schattenbahnhöfen noch hinzu kommt, ist im Grunde nichts weiter als ein integriertes Diorama. Ursprünglich wollte ich diesen Bereich offen zugänglich belassen und die Anlage von der Hinterseite aus bedienen. Ich würde also über die Schattenbahnhöfe drüber blicken und hätte die Züge somit bequemer betrachten können. In dem engen Mittelgang ist man doch sehr nah am Anlagenrand. Ein Altstadt-Diorama hätte ich aber sowieso gebaut, weshalb mir der ansonsten verschenkte Platz über den Schattenbahnhöfen ganz gelegen kommt.

Die Landschaft habe ich in ein paar Wochen hingerotzt, bei der Altstadt lasse ich mir jetzt richtig viel Zeit. Es lohnt sich auch kaum die Fertigstellung des Landschaftsteils näher zu beschreiben. Es kamen die gleichen Techniken zum Einsatz wie bei meinen früheren Anlagen, ja sogar das verbaute Material wie Bäume und Figuren ist teilweise das selbe. Es ist also kein Zufall wenn Ihnen Szenen wie zum Beispiel die Angler bekannt vor kommen. Natürlich werde ich bei Gelegenheit noch ein paar weitere Fotos machen, also bleiben Sie dran!

Auf dem letzten Bild ist der Zahn der Zeit gut zu erkennen. Der allgegenwärtige Staub hat sich auf der Wasseroberfläche fest gebissen. Das Problem hatte ich schon bei Hanullingen und ich hatte mir vor genommen, Wasser nur noch bei staubgeschützten Dioramen nachzubilden. Trotzdem bin ich wieder der Versuchung erlegen und verdienter Maßen hat es mich hier besonders hart getroffen. Die dichte Vegetation am Flussufer verhindert zuverlässig alle Reinigungsversuche. Zum Glück im (selbst verschuldeten) Unglück fällt der Staub in Wirklichkeit viel weniger auf als auf den Fotos.

Die Schauerburg

Hoch über Schauerberg thront die Schauerburg. Der Sage nach wurde sie über einer von einem Drachen bewohnten Höhle erbaut, weswegen der Fels im Volksmund noch heute Drachenschanze genannt wird. Die Schauerburg war lange Zeit der Stammsitz der Grafen von Winkelstein, ein Name der Jahrhunderte lang für Tapferkeit und Gerechtigkeit stand. Erst der letzte Spross des Adelsgeschlechts, Rainer von Winkelstein, hat diesen Ruf gründlich ruiniert als er sich entschloss als Raubritter seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seine über die Burgmauern gerufenen Flüche und Verwünschungen sind bis in unsere Zeit legendär. Irgend wann wurde es den Bewohnern von Schauerberg zu viel, sie haben den Graf vor das Reichsgericht gezerrt, das ihn dann auf Lebenszeit verbannt hat.

In düsteren Vollmondnächten soll der Geist von Rainer dem Schrecklichen auf der Schauerburg gelegentlich noch sein Unwesen treiben. Wenn der Sturm durch das Gemäuer pfeift, hat schon manch verirrter Wanderer ein schauriges „Traut euch, kommt zu mir“ vernommen. Oder war es doch nur der Wind und alles nur Einbildung? Diese Frage hat mich nicht losgelassen. Ich begab mich also wieder ins Stadtarchiv von Gräfenstein, das auch für die Gemeinde Schauerberg zuständig ist. Ich glaubte mich erinnern zu können, bei der Recherche zum Einmarsch der Amerikaner in Gräfenstein (siehe dort) ein Foto gesehen zu haben das eine verschwommene Gestalt auf einer Burgmauer zeigt. Und tatsächlich: es handelt sich eindeutig um die Schauerburg. Ob die Gestalt wirklich der Geist vom schaurigen Lord ist, muss der Fantasie der Leser überlassen werden.

Heute beherbergt die Burg das Konsulat der Republik Mandalia. Der Konsul Hasso von Kaltschnautz kommt gerade von einem Geschäftstermin zurück. Vielleicht war es auch nur ein Ausflug, jedenfalls steht sein Sekretär schon zum Empfang bereit, wie es sich für einen Repräsentanten von Mandalia gehört, selbstverständlich in voller Uniform.

 

 

Auch Schauerberg braucht eine Burg, diesmal die etwas größere Ausführung. Als alter Sparfuchs wollte ich so viel wie möglich vorhandenes Material einsetzen, als da wären: Die Burg (Art. 1-075 aus meinem Programm), das Stadttor (Art. 1-045) und die Stadtmauer von Kibri (Art. 38 915). Tor und Stadtmauer waren ursprünglich für ein Diorama vorgesehen das dann doch nicht gebaut wurde. Die Kibri Stadtmauer wollte ich eigentlich für die unterhalb gelegene Altstadt von Schauerberg aufheben, sie passt aber sehr gut zu den beiden anderen Modellen. Nach einigen Stellproben wollte ich sie dann doch nicht verwenden (ja was denn nun), denn sie erschlägt durch ihre imposante Höhe optisch den Bergfried, der im Normalfall immer das höchste Gebäude einer Burganlage ist. Fünf cm tiefer gelegt fügt sie sich aber harmonisch in das Ensemble ein. Als vorgelagerter Verteidigungsring macht es sogar Sinn, dass sie tiefer gelegen ist. Die fehlenden Mauern habe ich mit Mauerplatten von Kibri und Auhagen ergänzt, von denen ich immer einen Vorrat parat habe. Für den Fall dass jemand die Burg nachbauen will, sind die selbst gefertigten Teile hell grundiert. Auf den Fotos ist gut zu erkennen, was in Eigenleistung erstellt werden muss.

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