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NEU IM ANGEBOT

 

H0, 0, TT

Werbeschilder

 

BAUSÄTZE 0

Art. 5-42 "Hinterhoffassade A"

Art. 5-43 "Hinterhoffassade B"

Art. 5-44 "Hinterhoffassade C"

Art. 5-45 "Kellerabgang"

Art. 5-46 "Alte                Schotterverladung"

 

 BAUSÄTZE TT

Art. 4-16 "Kleinstadthaus mit KFZ-Werkstatt"

Art. 4-17 "Konservenfabrik"

 

BAUSÄTZE H0

Art. 1-80 "Bayerisches Bahnwärterhäuschen"

Art. 1-81 "Stellwerk Hersbruck"

Art. 1-81 "Kabelhäuschen mit fernsprecher"

 

Die  linke Anlagenhälfte

...ist zum Rangieren da

Aufmerksame Leser werden es sicher bemerkt haben: Die im Schlusswort von Teil 2 erwähnte "Rangieranlage" ist von der Homepage verschwunden. Und nicht nur von da, auch in Wirklichkeit existiert sie nicht mehr. Der erwähnte Kellerraum war einfach kein geeignetes Domizil für eine Modellbahn. Wer will schon im Winter neben Grill, Gartenstühlen und sonstigen Sperrgut "mit der Modelleisenbahn spielen"? Mehr als ein Rohbau kam deshalb nie zustande.
Statt Keller entrümpeln habe also kurz entschlossen nach vier Jahren Bedenkzeit mein Arbeitszimmer aufgeräumt. Und siehe da: der Platz reicht doch für eine Erweiterung der Anlage "Hanullingen". Ganz ohne Umbauten und Kompromisse ging es dann aber doch nicht. Die bereits vorhandenen herausnehmbaren Teile zum Schattenbahnhof an der gegenüberliegenden Wand haben sich nur an der Fensterseite bewährt. Die Zimmertür öffnet nach innen, was zur Folge hat dass sie bei Betrieb geschlossen bleiben muss. Will jemand rein oder raus, muss das Teilstück jedesmal entfernt werden. Und so kam es, dass ich auf der Anlage genau einmal Betrieb gemacht hatte, nämlich beim Funktionstest nach der Fertigstellung. In den vier Jahren danach nie wieder. Deshalb habe ich jetzt die Tür ausgehängt und einen Vorhang angebracht. Im Keller liegt sie jetzt friedlich auf dem Torso der Rangieranlage, von der zuvor die Gleise und Weichen entfernt wurden. Konsequenter Weiße ist das Verbindungsstück zwischen rechter und linker Anlagenhälfte an der Türseite jetzt fest installiert. Anfängliche Bedenken, ob es meinen Kopf gut bekommt ständig drunter wegtauchen zu müssen, haben sich als unbegründet erwiesen. Es klappt vorzüglich. Herausnehmbar bleibt das Teilstück auf der Fensterseite, was voraussichtlich nicht oft der Fall sein wird. Zweimal im Jahr zum Fensterputzen muss genügen. Durchgestaltet wird es jedenfalls nicht. 

 

 

 

Platz ist jetzt also da. Nur: was fängt man damit sinnvoll an? Der vor Jahren am Anfang geplante Endbahnhof wäre auch jetzt noch meine erste Wahl gewesen. Ursprünglich wollte ich auf dem Landschaftsteil eine Stichstrecke abzweigen lassen. Auf der jetzt neu hinzukommenden Anlagenhälfte wäre dann oben der Endbahnhof und unten der Schattenbahnhof. Treue Leser erinnern sich: ich habe die Idee dann fallen lassen weil die ansteigende Stichstrecke die Möglichkeiten in der Landschaftsgestaltung stark eingeschränkt hätte. Sie wäre zu dominant geworden. Aus damaliger Sicht war das sicher richtig, heute bereue ich den Entschluss. Der Endbahnhof bleibt mir also verwehrt. Zweite Wahl ist das Industriegebiet mit Gleisanschlüssen. Aber auch das ist nur mit einer Stichstrecke realisierbar. Störendes Element ist auch hier der darunter liegende Schattenbahnhof. Was  diesen betrifft werde ich aus leidvollen Erfahrungen mit früheren Anlagen keine Kompromisse mehr eingehen. Ein Schattenbahnhof muss bei mir prinzipiell am vorderen Anlagenrand bequem erreichbar sein. Auf irgend welche kaum zugänglichen Kompromisse, am Ende noch mit langen ebenfalls kaum erreichbaren Zufahrten im Untergrund, lasse ich mich nicht mehr ein. Überhaupt vermeide ich Tunnels wo es nur geht, denn wenn mal eine Störung auftritt, dann immer da wo man nicht hinkommt. Das ist anscheinend ein Naturprinzip. Aber muss ein Schattenbahnhof denn wirklich immer im „Schatten“, also im Untergrund sein? Und wie viele Gleise brauche ich denn eigentlich wirklich? In meinem Fall genügen deren zwei. Gezwungener Maßen, zugegeben. Deren Aufgabe ist lediglich, einen Zug abstellen zu können, während der andere seine Runde durch den Landschaftsteil dreht. Zähle ich dann das Abstellgleis für die Rangiergarnitur dazu, sind es sogar drei. Damit das Konzept nicht zum völlig sinnbefreiten Idiotenkreis verkommt, dient das herausnehmbare Teilstück am Fenster als Szenentrenner. Auf diesem Teilstück ist auch das bereits erwähnte Abstellgleis der Rangiergarnitur (Pfeil). 

 

 

Auf dem dritten Bild sieht man die bereits verlegten Gleise der Ringstrecke, denn ein „Schatten“bahnhof im konventionellen Sinn ist es nicht. 

 

 

Einen Nachteil will ich allerdings nicht verschweigen: will ich das Potential der Anlage zum Rangieren voll ausnutzen, müssen die Gleise der Ringstrecke leergeräumt werden. Leergeräumt bedeutet: die Züge müssen von Hand entfernt und anderswo untergebracht werden. Ist nichts mehr im Weg, gestaltet sich der Betrieb wie folgt:

 

Der Zug verlässt das Abstellgleis und dreht eine Ehrenrunde durch den Landschaftsteil. 

 

Der erste Wagen wird auf Gleis 1 der unteren Ebene abgestellt. Hier werde ich mir vom gestalterischen Standpunkt noch etwas einfallen lassen. Eventuell wird es ein Freiladegleis mit Rampe. 

 

Anschließend erklimmt der Zug die Steigung zum Ziehgleis auf der oberen Ebene. Eventuell entsteht hier bereits der erste Gleisanschluss.

 

Danach werden die restlichen Wagen an die verbleibenden Gleisanschlüsse verteilt und die Lok kehrt zurück auf ihr Abstellgleis.

 

Auf diese Weiße findet ein echter Point-to-Point Betrieb ohne wirklichkeitsfremden „Kreisverkehr“ statt. Zum besseren Verständnis des Betriebskonzepts hilft folgendes Gedankenspiel: man stelle sich vor dass die Anlage an der gestrichelten grünen Linie aufgeschnitten wird. Die beiden Teile werden dann nach links und rechts weggeklappt. Die Weiche roter Pfeil fällt weg, das Gleis blauer Pfeil wird verlängert. Es entstünde eine 60cm tiefe und etwa 9 Meter lange Anlage ohne Kreisverkehr, links der Rangierteil, in der Mitte der Landschaftsteil mit Dorf und rechts das Abstellgleis im nicht durchgestalteten Anlagenteil. 

 

Natürlich können (und werden) auch gleichzeitig Wagen von den Ladestellen abgezogen werden. Das auf den Schmierzetteln graphisch darzustellen habe ich mir gespart, es wäre zu verwirrend geworden. Jeder der schon einmal auf einer Modellbahn rangiert hat, kann sich aber sicher vorstellen wie es von statten geht.

Soviel zur Theorie. Wie die Verbindungsstrecke zum Industriegebiet entsteht, zeige ich im nächsten Teil.

 

 

Es geht aufwärts

Am Anfang noch ein paar Sätze zum verwendeten Gleismaterial. Als Gleismaterial habe ich das von Piko gewählt, weil es einen guten Kompromiss zwischen günstigen Preis und akzeptabler Optik bietet. Zwar sind die Weichen nach heutigen Maßstab nicht superschlank und das Profil ist mit 2,5mm recht hoch, aber vom optischen Eindruck her immer noch um Längen besser als die 15° Weichen fast aller anderen Hersteller. Beides fällt in einem Gewerbegebiet nicht weiter auf, ich habe da schon Weichen gesehen die von einer Straßenbahn kommen könnten.  

 

Auch das hohe Profil ist unter Asphalt bzw. Kopfsteinpflaster kaum zu erkennen. Natürlich hätte ich gerne die Weichen und Gleise von Weinert verwendet, dann hätte das Zimmer aber mindestens doppelt so lang sein müssen. Es wird dieses mal auch kein superdetailliertes Diorama wie der Landschaftsteil auf der gegenüber liegenden Seite, sondern eine Low-Tech Anlage bei der der Fahrspass im Mittelpunkt steht. Auch das restliche Material ist weitgehend "von der Stange", und zwar aus folgendem Grund: in einem Buch das ich einmal gelesen habe, hat ein Manager den Anspruch immer 100% perfekt sein zu wollen in Frage gestellt. Er behauptet, dass bei einem beliebigen Projekt immer die ersten 80% der Arbeit 20% der Zeit beanspruchen, während die restlichen 20% der Arbeit 80% der Zeit verschlingen. Eine Erfahrung, die ich durchaus bestätigen kann. Deshalb wird es auf dieser Anlagenseite auch keine Gimmicks wie drehbare beleuchtete Weichenlaternen und farblich einzeln abgesetzte Ziegelsteine geben. Ich werde mir aber Mühe geben, dass der optische Eindruck trotzdem überzeugt!

Zurück zu den Weichen. Die Piko Weichen bieten noch weitere Vorteile: sie können von Hand gestellt werden, sie sind auch ohne Herzstückpolarisierung problemlos befahrbar und der Strom fließt über die Weichenzungen zuverlässig immer in die richtige Richtung. Gerade letzteres war mir wichtig, ich hasse Kabelsalat. Hier genügt an einem beliebigen Gleisende jeweils ein Plus- und Minusanschluss, die beiden Kabel an den Trafo geklemmt, und fertig. Zur Sicherheit werde ich noch ein paar weitere Stromzuführungen anlöten, im Probebetrieb hat es aber auch mit nur einer geklappt. Abschaltbare Gleise benötige ich in der oberen Ebene nicht, es ist sowieso immer nur eine Lok unterwegs. Lediglich die beiden Gleise der Ringstrecke und das Abstellgleis der Rangiergarnitur sind abschaltbar. Alles in allen ein erfreulich geringer Aufwand.

 

Die Rampe habe ich aus 2mm Polystyrol zusammen geklebt und mit zurecht geschnitzten Abfallstücken Styropor bzw. Styrodur unterfüttert. Anschließend bekam sie einen dunkelgrauen Anstrich, damit nach dem Schottern kein Weiß mehr durchscheint falls später einmal ein paar Steinchen ausbrechen sollten. Aus dem selben Grund habe ich auch das gesamte Gelände mit grauer Abtönfarbe grundiert. Gleise und Weichen wurden probehalber zusammen gesteckt und dann aufgeklebt. Damit es später keine böse Überraschung gibt, habe ich die Weichen vor dem Einbau bemalt und auf Funktion getestet. Die restlichen Gleise werden später bemalt. Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass der Gleisplan auf der oberen Ebene nicht mit den oben gezeigten Zeichnungen übereinstimmt. Auf das Umfahrgleis habe ich verzichtet um mehr Platz für die Gebäude zu schaffen. Ursprünglich waren Gleisanschlüsse in beiden Richtungen vorgesehen, jetzt nur noch in eine Richtung. Um einen Denkfehler auszuschließen, habe ich mit einem Dutzend Güterwagen einen kompletten Rangierdurchgang durchgespielt und festgestellt dass es auch ohne Umfahrgleis geht, wenn die zuzustellenden Wagen vorher unten geparkt werden. Ich habe nicht den blassesten Dunst ob das auch wirklich vorbildgerecht ist, aber es funktioniert und das genügt mir. 
Noch nicht fest steht, welche Gebäude aufgestellt werden, ich bin da noch am experimentieren. Deshalb sind die Anschlussgleise auch noch nicht festgeklebt. Die auf den Fotos zu sehenden Modelle sind noch nicht fest eingeplant. 

 

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